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Könnte ich eine Esstörung haben?

Zitat

Hallo,

Ich bin mir nicht sicher ob ich eventuell eine Esstörung haben könnte oder vielleicht einfach nur strenge Maßstäbe was mein Gewicht angeht habe und mein Essverhalten einfach an anderen psychischen Problemen liegt.

Dagegen spricht:

-ich nehme nicht unbegrenzt weiter ab, sondern ziehe immer die Notbremse, sobald meine körperlichen Beschwerden zu groß werden, aus Angst vor bleibenden gesundheitlichen Schäden

-ich esse durchaus Chips und Süßigkeiten, oft sogar tagelang nichts anderes

-ich betreibe keinen Sport um mein Gewicht zu senken

-ich habe keine richtigen Fressanfälle

-ich übergebe mich nicht nach dem Essen

-wenn ich ein niedriges Gewicht habe, finde ich meinen Körper akzeptabel und denke nicht, dass es  unbedingt nötig ist weiter abzunehmen, um noch dünner zu sein

-Essen spielt teilweise keine große Rolle in meinem Leben, mir fällt öfters erst in der Nacht ein, dass ich noch nichts gegessen habe

-ich zähle meine Kalorien nicht

-ich zwinge mich teilweise etwas zu essen aus Angst vor gesundheitlichen Folgen, obwohl ich problemlos weiter hungern könnte

Dafür spricht:

-ich liebe das Gefühl zu hungern und das damit einhergehende High-Gefühl, dass sich bei mir dabei einstellt

-ich kann es nicht ertragen mehr als 45kg zu wiegen (bei einer Größe von 1,69-1,70) und sobald ich 46 kg erreiche nehme ich wieder ab

-ich finde meinen Bauch und meine Arme bei 45-46 kg zu dick, obwohl ich theoretisch weiß, dass ich Untergewicht habe (könnte aber auch einfach sein, dass sich mein Fett in Bauch und Armen sammelt und ich deswegen bei 46kg schon dicker bin)

-ich habe Angst, dass ich, wenn ich normal esse unkontrolliert zunehme, extrem dick werde und nicht mehr aufhören kann zu essen

-wenn ich normales Essen esse, kann ich oft nicht aufhören, auch wenn ich bereits satt bin und mir schon schlecht ist (mit normalem Essen meine ich Mahlzeiten, bei Süßigkeiten und Chips habe ich dieses Problem in der Regel komischerweise nicht und kann problemlos aufhören)

-es kommt vor, dass ich nicht jeden Tag etwas esse, teilweise zur Gewichtsreduktion, teilweise einfach weil es sich gut anfühlt oder weil mir die Motivation für die Zubereitung/Essensbeschaffung/das Essen fehlt (das mein Motiv nicht immer eine Gewichtsabnahme ist spricht ja eher wieder gegen eine Esstörung und eher für andere Probleme...)

-ich esse maximal eine Mahlzeit am Tag

-teilweise drehen sich meine Gedanken nur ums Essen, ich sehe mir stundenlang Bilder von Essen und Kochvideos an und esse dann trotzdem nichts

 

Ich habe wahrscheinlich keine Essstörung, oder? Mit einer Essstörung müsste ich ja viel kalorien- und abnehmfixierter sein,  nicht wahr?

Zitat

Hallo,

vielen Dank, dass Sie sich melden!

Es scheint so, dass Sie sich viele Gedanken um Ihr Essverhalten sowie Aussehen machen. Eine Essstörung kann sich in unterschiedlichen Ausprägungen zeigen und muss individuell betrachtet werden. Bei Ihren Aufzählungen spricht einiges für das Vorliegen einer Essstörung. Gerne können Sie sich telefonisch unter der 01/22 88 77 0 melden, um zunächst einmal ein Beratungsgespräch zu vereinbaren.

Herzliche Grüße

Ihr intakt-Team